"Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat." (Johann Wolfgang von Goethe)

Buchmesse Leipzig 2018

Ein Ort für jeden Bücherwurm

Mehr als 271.000 Besucher suchten vom 15. bis zum 18. März die Leipziger Buchmesse auf und begaben sich, auf den fast 112.000 Quadratmetern überdachten Messegelände, auf die Suche, nach neuen Büchern. In der großen mittig gelegenen Halle des Geländes, die gleichzeitig die Verbindungen zu allen anderen Hallen herstellt, wurde mit Politikern, als mit Buchexperten lebhaft debattiert.

Jede der 5 Hallen besaß einen anderen Themenbereich, damit für jeden Lesegeschmack etwas dabei war. Mehr als 2.600 Aussteller aus 46 Ländern präsentierten ihre Literatur-, Kinder- und Jugend-, Bildung- und Wissensbücher, als auch Buchkunst und Grafik in diesem Jahr und regten das Publikum mit ihren 3.400 Veranstaltungen zum mitmachen an.

Was man nicht vergessen sollte zu erwähnen, ist die Manga-Comic-Con, welche auch in diesem Jahr auf der Buchmesse stattfand. Verrückte Cosplays schmückten die Ausstellung, welche von Mangas, über Comics, bis hin zu Viedeospielen alles besaß, aus und gaben ihr eine einzigartige Atmosphäre. Bei den über 300 Austellern und Shops wusste man gar nicht, wohin man als erstes gucken sollte und falls man kein Kostüm besitzt, konnte man sich dort an jeder Ecke ein anderes kaufen.

Die literarisch anspruchsvolleren Werke konnte man in Halle 4 und 5 auffinden. Sachbücher, Belletristik oder Fantasyliteratur fanden beim Lesefest, welches auch in der Stadt zu besichtigen war, aufmerksame Zuhörer, die die Vielfalt der Literatur genossen. Nicht nur die bekannten Autoren präsentierten ihre neuen Werke stolz, sonder auch die Newcomer zeigten ihr Können. Somit wurden den alten Literaturfans auch neue Wege aufgezeigt, Sprache zu verwenden.

Falls einen jedoch die Sprache nicht interessiert, fand man im Buchkunst- und Grafikbereich eine ansprechende Abwechslung. Durch ein Graphiken und Künstlerbüchern dominiertes Spektrum, konnte sich jeder einen neuen Eindruck verschaffen. Beim Marktplatz Druckgrafik wurde in diesem Jahr der fünfte Gewinner des Druckgrafikwettbewerbes gekürt.

Die erhofften Besucherzahlen in diesem Jahr blieben jedoch aus, da es über das Wochenende verbreitet Schneestürme gab und dies viele Besucher abgeschreckt hat.

(Maximilian Vorwerk, 9b)

 

Was erwartet Schüler in der Zukunft des Buches?

Der Versuch einer Antwort auf die Frage, was die Schulbuchriesen Klett und Cornelsen gemeinsam haben und was sie trennt.

Die Leipziger Buchmesse ist mit mittlerweile über 200.000 Besuchern aus 43 Ländern eine gewaltige Messe, auf der sich sämtliche Buchverlage von Fantasie über Fachliteratur bis hin zum Schulbuchverlag bestmöglich präsentieren.

Selbstverständlich lockte die Messe nicht nur mit Ständen der Verlage, sondern auch mit einem weitgefächerten Programm für Jung und Alt. Für die Kleinen gab es zahlreiche Veranstaltungen, bei denen neue Kinderbücher vorgestellt und auch teilweise von ihren Autoren gelesen wurden. Auch für die Erwachsenen wurden Lesungen angeboten, ebenso Diskussionsrunden mit interessanten Themen, wie zum Beispiel die der GEW, welche sich rund um die Frage: „Lernen im Abrisshaus! Wie geht es weiter mit der Bildungsfinanzierung?“, drehte. Außerdem fanden Referate über den Werdegang zum Schriftsteller statt sowie Interviews mit Autoren.

Ganz besonders gespannt waren wir auf die zwei führenden Schulbuchverlage Cornelsen und Klett, die wir aus unserem Schulalltag kennen und die sich in Halle 2 großflächig präsentierten. Cornelsen hatte einen sehr großräumigen, modern gestalteten Stand mit Sitzmöglichkeiten und Tischen, auf denen sich einige Physik-Experiment-Baukästen befanden, die auch ausprobiert werden durften. Lehrwerke für sämtliche Schulformen und Fächer konnten in den beidseitig zugänglichen und gut geordneten Regalen angeschaut und durchgeblättert werden. Der an einem wesentlich kleineren Stand vertretene Konkurrent Klett war ähnlich ausgestattet, jedoch wurde es manchmal ziemlich eng, da nicht so viel Platz gegeben war, die Besucherzahl aber der bei Cornelsen glich. Klett präsentierte sowohl Lehrwerke als auch Kinderbücher, jedoch nicht nur in gedruckter, sondern in digitaler Form. Voller Stolz zeigten sie hier ihre innovativen und modernen Lernmöglichkeiten für Lehrer, Schüler sowie sich selbst bildende Erwachsene, die auch mich sehr ansprachen. Das bekannteste Tochterunternehmen des Klett Verlages ist Pons, ein Übersetzer für nahezu jede Sprache, egal ob digital oder als Buch. Somit werden durch Klett auch die wichtigsten Sprachkursbücher für Russisch, Französisch und Englisch angeboten. Um diese digitalen Mittel auf dem neuesten Stand zu halten und einen sehr gut funktionierenden Übersetzer gewährleisten zu können, besitzt der Verlag eine sehr große IT-Abteilung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Cornelsen Verlag auf der Messe mit einem optisch viel ansprechenderen Stand als Klett vertreten war, sie sich im Angebot von Printmedien allerdings kaum unterschieden. Klett jedoch punktete sehr mit der fortschrittlichen, digitalen Ausstattung, welche sehr ansprechend für junge Lehrer und die heutigen Schüler ist und damit einfach zukunftsorientierter wirkt.

(Jari Zeibig, 9b)

Studienfahrt nach Weimar 2015