Demokratie praktisch erleben:
Juniorwahl am Europaschule Gymnasium Gommern Mit großer Sorgfalt:
Der Sozialkundekurs des 12. Jahrgangs bei der Auszählung der Stimmen.
Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beteiligte sich das Europaschule Gymnasium Gommern an der Juniorwahl 2026. Das bundesweite Projekt zur politischen Bildung verbindet die unterrichtliche Auseinandersetzung mit Demokratie und Wahlen mit einem realitätsnahen Wahlakt. Die Juniorwahl wurde im Wirtschafts-, Geographie- und Sozialkundeunterricht fachübergreifend und abgestimmt vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit politischen Themen, Parteien und deren Programmen. Sie bearbeiteten den Wahl-O-Mat, diskutierten ausgewählte Thesen und nutzten das neu entwickelte KI-Tool „Wahl.Chat“, um den Parteien gezielt Fragen aus unterschiedlichen politischen Themenfeldern zu stellen. Auf diese Weise konnten sie politische Positionen vergleichen und sich eine eigene, begründete Meinung bilden.
Wahlzettel, Wählerverzeichnisse und Wahlurne: Die Juniorwahl orientierte sich am Ablauf einer echten Wahl.

Für die Organisation und Durchführung war der Sozialkundekurs des 12. Jahrgangs verantwortlich. Die Schülerinnen und Schüler bereiteten das Wahllokal in der Bibliothek vor, überprüften die Wahlberechtigung, begleiteten die Stimmabgabe und zählten anschließend die Stimmen aus. Die Fotos geben einen Einblick in die konzentrierte Auszählung: Stimmzettel wurden sortiert, die Ergebnisse sorgfältig erfasst und mehrfach kontrolliert. So erlebten die Beteiligten unmittelbar, wie wichtig Genauigkeit, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein für die Durchführung einer demokratischen Wahl sind.
Teamarbeit bei der Auszählung: Die abgegebenen Stimmen wurden gemeinsam geprüft und dokumentiert.
Von den 271 Wahlberechtigten unserer Schule beteiligten sich 153 an der Juniorwahl. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 56,5 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen waren 146 gültig. Bei den Zweitstimmen erreichte Die Linke mit 30,1 Prozent den höchsten Anteil, gefolgt von der AfD mit 19,2 Prozent und der FDP mit 13,7 Prozent. Landesweit nahmen 192 weiterführende Schulen an der Juniorwahl teil. Bei einer Wahlbeteiligung von 74,4 Prozent lag die AfD mit 28,1 Prozent knapp vor der Linken mit 27,1 Prozent. Dahinter folgten die SPD mit 8,0 Prozent, die CDU mit 7,4 Prozent und die Grünen mit 7,3 Prozent. Der Vergleich mit dem vorläufigen Ergebnis der Landtagswahl zeigt teilweise deutliche Unterschiede: Dort erreichte die AfD 43,8 Prozent und die CDU 17,2 Prozent der Zweitstimmen. Es folgten die SPD mit 9,3 Prozent, die Grünen mit 8,9 Prozent und die Linke mit 8,6 Prozent. Während die Linke bei der Juniorwahl – besonders an unserer Schule – deutlich stärker abschnitt, erzielten AfD und CDU bei der Landtagswahl höhere Stimmenanteile als bei der landesweiten Juniorwahl.
Jede Stimme zählt: Die Ergebnisse wurden sorgfältig in den Auszählungslisten festgehalten.
Die Juniorwahl machte politische Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar. Sie bot ihnen Gelegenheit, politische Standpunkte kennenzulernen, kontrovers zu diskutieren, eine eigene Wahlentscheidung zu treffen und demokratische Abläufe praktisch zu erproben. Ein herzlicher Dank gilt dem Sozialkundekurs des 12. Jahrgangs für die engagierte Organisation und Durchführung sowie allen beteiligten Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.
